Ein weltweiter Vorreiter im „Dichtmachen“

12. 05. 2015
Im März bekamen wir Besuch von der Kleinen Zeitung und konnten eines unserer Projekte vorstellen.

Hier der Bericht von Lisa Holzfeind vom 5.April:

Himmelberger E.C.E Wurmitzer GmbH setzt neue Schweißmethode für Fernwärme- Mantelrohre um. Damit sei man weltweit Vorreiter.

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Von links nach rechts: Edmund Titz, Johannes Wurmitzer, Max Wurmitzer

Am Anfang war eine Idee: Über eine Induktionsschweißung soll – ähnlich wie bei einem Induktionsherd – drahtlos Energie übertragen werden, um eine unterbrechungsfreie Schweißnaht und somit dichte Umhüllungen an Fernwärme-Leitungen zu erhalten. Die Idee stammt von der Linzer Firma „Ke-Kelit GmbH“, bekannt als Hersteller und Vertreiber von Rohrsystemen und Rohrisolierungen. Um Software und Elektronik dafür zu entwickeln, hat sich „Ke-Kelit“ den Engineering-Dienstleister „E.C.E. Wurmitzer“ aus Himmelberg ins Boot geholt. Mit ihm hat man schon mehrere Projekte realisiert. Dieses sei aber weltweit einzigartig. „,Ke-Kelit‘ ist unser exklusiver Kunde. Dieser führt gerade Verhandlungen mit internationalen Lizenznehmern. Nun haben wir ein Produkt, das weltweit vertrieben wird und auf dem auch ,Wurmitzer‘ draufsteht“, sagt „E.C.E.“-Geschäftsführer Michael Sternad. Bei der dafür notwendigen Temperaturmessung an der Schweißnaht hat Wurmitzer beim Patent mitgewirkt. „Bei der alten Schweißmethode war es nicht möglich, den Schweißring ganz zu verbinden. So gab es Stellen, die undicht werden konnten“, sagt „E.C.E.“-Mitarbeiter Edmund Titz. Die Kosten für die Entwicklung bewegen sich im sechsstelligen Bereich. Insgesamt sind sieben Mitarbeiter von Wurmitzer beteiligt. „Über 1000 Stunden haben wir in die Elektronik des dafür notwendigen Generators bereits investiert, 1000 weitere für die Entwicklung der Software“, sagt Titz. Seit 2011 wird daran gearbeitet, nun ist man kurz vor dem Fertigwerden.
Und so wird es ablaufen: Der Generator wird vermietet und jede Schweißung wird über eine Identifikationsnummer protokolliert und dann verrechnet. Das Lizenzmodell läuft über einen abnehmbaren Dongle (Kopierschutzstecker): „Über das Gerät bekommen wir Daten aus dem Feld und können so feststellen, wo es Probleme gibt. Außerdem wird der Temperaturverlauf gespeichert.“ Generell könne man mit der Methode auch andere Dinge aus Kunststoff verschweißen, sagt Titz. Ein Plan von „Ke-Kelit“ sei es, bald Fernkälte über isolierte Leitungen zu übertragen. Titz: „Da käme dasselbe Schweißverfahren zum Einsatz.“ Am 15. April wird es in Deutschland einen Testlauf von Schweißungen mit dem derzeit größten Rohrdurchmesser von 1200 Millimetern geben. Zur Verwendung kommen sollen die Rohrverbindungen unter anderem in Österreich, Deutschland, Italien, Schweiz, Moskau und Korea. Die Schweißgeräte müssen dafür 2000 Watt aufbringen.

Zum Original Artikel im Web:
http://www.kleinezeitung.at/k/kaernten/feldkirchen/peak_feldkirchen/4700964/Himmelberg_Sie-sind-Vorreiter-im-Dichtmachen-  

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